Meine kleine Modellbaugeschichte

Es war einmal ein kleiner Junge, der im zarten alter von Drei alles auseinander schrauben musste, denn die Neugier wie etwas funktioniert gewann immer. Selbst die Steckdosen mit Kindersicherung waren vor dem Racker nicht sicher! Etwas später so mit Fünf klappte es auch mit dem Zusammenbau der auseinander genommenen Objekte, bis auf die zerbröckelten Nieten der Metallautos, die konnten nicht ersetzt werden. Da es aber schon Tesafilm und Klebstoff gab wurde halt geklebt.
Mitte der Sechziger des zwanzigsten Jahrhunderts gab es noch alle halbe Jahr Spielzeug-kataloge, auch mit abgebildeten Modellbausätzen, da leuchteten meine Augen und mit fünf gab es dann zum Geburtstag die ersten drei Bausätze von Revell.
Viele Plastikmodellbausätze und Jahre später – mein Start in den RC Modellbau begann. Mein zwölfter Geburtstag, Oma schenkte mir das Graupner Segelboot „Collie“ und den Beschlagsatz zu Weihnachten. Noch ohne die damals unglaublich teure Fernsteuerung.

Collie - Graupner
Graupner „Collie“ 1976, abfotografiertes Foto.

Spannend fand ich natürlich auch Flugzeuge, zuerst schrottete ich viele Papieschwalben, Gummi-Motorflieger und „Flip“ Wurfgleiter. Es folgte das Graupner Freiflug Segelflugzeug „Sonny“ und ich hatte viel Spaß damit. Jetzt lockte der RC Flug und begann ich mit dem Nurflügler „Geier“ von Robbe. Die Simprop 2 Kanal Fernsteuerung mit 2 Standard Servos kostete damals 500 DM mit der Erweiterung auf 4 Kanäle 750 DM (ca. 375€), Heute 75€!
Und – Ja!, ich habe mit Querrudern angefangen!
Die Steuerung erfolgte mit einem mechanischen Mixer, mit zwei Standardservos, elektronisches gab es damals es nicht.
Drei Jahre flog ich den „leuchtgelben“ Geier, dann Absturz und Verschrottung.
1982, folgte eine „ASW 19“ mit 2,20m Spannweite von Carrera Technik. Der Segler wurden per Gummi-Hochstartseil gestartet und so auf ca. 80 m Höhe gebracht, dazu waren 30m Gummiseil und 100m Drachenseil nötig. Platzbedarf zum Starten ca. 200m! Glücklicherweise gab es damals einige Stadtteile weniger in Hamburg, dort waren mal riesige Wiesen in Fahrrad-Reichweite. Seit ich Autofahren darf, wurde es einfacher und ein Motoraufsatz mit einem 1,2ccm OS Glühzünder von Graupner ersetzte dann das Hochstartseil! Wenn er Ansprang und rund lief, doch er wollte oft nicht.
Doch da war doch was neues, der Elektrosegelflug. Nach einem Umbaubericht wurde das Segelflugzeug 1985 zum Elektrosegler umgebaut. Mabuchi 550 FG Motor und 3:1 Untersetzungsgetriebe, Klappluftschraube sowie einem 1/2kg Akku mit 10 NiCD Zellen von Sanyo. Das elektrische Fliegen war eine wirkliche Erleichterung, Motor stufenlos regel- und ein/ausschaltbar, zu jederzeit! Zwei bis drei flache Steigflüge waren drin.
1986 beendete ein Steuerfehler, das Leben der ASW 19, die rechte Styroporfläche riss ab, Holm gebrochen. Der Rest des Flugzeugs bohrte sich in den Boden, der Plastikrumpf war stark verbogen und gerissen, der Propeller zerfetz, Totalschaden.
Immer wieder ruhte das Hobby für Jahre, seit 2006 fliege ich wieder „just 4 fun“.
Die Simprop SSM 4 Kanal Fernsteuerung überlebte dank Schaumstoff und funktioniert heute (2013) noch im BASIC Segelboot meines Freundes Axel.


MODELLBAU, TABLETOP, FOTOGRAFIE UND MEHR!